In Deutschland sind die Gemeindesteuern, die sich hauptsächlich aus der Grundsteuer und den Müllabfuhrgebühren zusammensetzen, im Allgemeinen günstiger als für ein vergleichbares Haus in den Niederlanden. Die Beiträge für Abwasser und Müllabfuhr sind in Deutschland ebenfalls in den Gemeindesteuern enthalten, werden aber anders berechnet. Anwohner einer Straße müssen sich an den Kosten für den Bau oder die Erneuerung von Straßen, Abwasserkanälen oder Wasserleitungen beteiligen. Dies gilt nicht nur für Neubauten, bei denen ein Teil der Kosten oft bereits im Grundstückspreis enthalten ist, sondern auch für die Sanierung bestehender Straßen. Die Höhe des Beitrags hängt unter anderem von der Immobilie und der Grundstücksgröße ab. Ein wichtiger Faktor ist beispielsweise die Länge der Grundstücksgrenze zur Straße. Bei einem Grundstück mit langer Straßenfront kann der Beitrag entsprechend hoch ausfallen. Dies gilt auch für Eckgrundstücke; in diesem Fall verdoppelt sich der Beitrag. Weitere Faktoren, die die Höhe des Beitrags bestimmen, sind die Straßenlänge, die Gesamtfläche von Garten und Haus sowie die Art der Nutzung. Diese Berechnung führt schnell zu Beträgen im vierstelligen Eurobereich und kann sogar Zehntausende erreichen. Können Sie oder ein Vorbesitzer der Immobilie diesen Betrag nicht aufbringen, wird die Gemeinde eine Hypothek auf die Immobilie eintragen lassen. Daher ist es ratsam, beim Kauf eines bestehenden Hauses beim Grundbuchamt zu prüfen, ob die Gemeinde eine solche Hypothek eingetragen hat. Es empfiehlt sich außerdem, eine Klausel in den Kaufvertrag aufzunehmen, die bestätigt, dass die aktuellen Eigentümer alle Beiträge entrichtet haben. Ist dies ordnungsgemäß im Kaufvertrag festgehalten, lassen sich spätere Probleme vermeiden. Darüber hinaus ist es ratsam, sich bei der Gemeinde nach geplanten zukünftigen Arbeiten und eventuellen ausstehenden Zahlungen für die Zufahrtsstraße zu erkundigen. So wissen Sie, was Sie erwartet und welche Kosten noch auf Sie zukommen. Quelle: Sauerland Makler GmbH