Beim Kauf eines Grundstücks in Deutschland ist es unerlässlich zu prüfen, ob noch Betriebskosten anfallen. Dies betrifft den Anschluss des Grundstücks an das öffentliche Straßennetz, einschließlich Trinkwasserversorgung, Abwasserentsorgung und Straßenbeleuchtung. Solche Anschlüsse bestehen in der Regel jahrelang, und Käufer machen sich darüber keine Gedanken, da sie davon ausgehen, dass alles bezahlt ist.
Nach dem Kauf kommt es jedoch häufig zu Ärgernissen, wenn die Gemeinde plötzlich Anschlussgebühren verlangt, entweder weil das Grundstück nicht ordnungsgemäß angeschlossen war oder weil die gesamte Straße nie eine Rechnung dafür erhalten hat. Und dann sieht man sich als neuer Eigentümer plötzlich mit Forderungen aufgrund der geltenden Vorschriften konfrontiert. Der Bundesgerichtshof hat kürzlich entschieden, dass das für die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung zuständige öffentliche Unternehmen vom Grundstückseigentümer einen Kostenbeitrag für den Bau verlangen kann, da jeder zum Anschluss an ein öffentliches Netz verpflichtet ist, sofern ein solches vorhanden ist.
Vor dem Kauf eines Grundstücks ist es daher ratsam, sich bei der Gemeinde zu erkundigen, ob die Straße in naher Zukunft repariert, eine neue Fahrbahndecke geplant, die öffentliche Kanalisation erneuert oder die Straßenbeleuchtung modernisiert wird. So können Sie Ihre Kosten besser einschätzen, was sich dann in den Kaufpreisverhandlungen niederschlägt. Anschlusskosten sind übrigens nur ein Aspekt von vielen Punkten, die beim Immobilienkauf in Deutschland einer gründlichen rechtlichen Prüfung bedürfen.